Buchtipp: Peter S. Beagle: Das Volk der Lüfte
7. Jun 2007 von drwatson32
Farrell, der wandernde Sänger, ist mit seinem uralten VW-Bus namens “Madame Schumann-Heink” unterwegs nach Avicenna, seiner alten Universitätsstadt. Dort angekommen, trifft er viele alte Freunde wieder. Doch irgendetwas ist anders als früher.
Ben, sein alter Freund, lebt mit Sia, einer Frau unbestimmbaren Alters zusammen. Ihr Beruf ist etwas geheimnisvoll, sie nennt sich aber Psychologin und berät viele nicht minder geheimnisvolle Figuren.
Im Ort gibt es einen “Verein für mittelalterliche Leibesertüchtigung”. Auf den ersten Blick nicht mehr als alle anderen Vereine, welche sich für die Lebensart früherer Zeitalter begeistern, geht das Engagement hier doch etwas tiefer. Es gibt Turniere, Falkenjagden und mitternächtliche Feiern – und was meint Farrells Freundin Julie bloß damit, wenn sie warnt: “Hier haben Namen etwas zu bedeuten, Joe. Schnell – lass Dir einen guten Namen einfallen.” ?
Die 15jährige Rosanna, die sich für eine echte Hexe hält, singt eines Nachts ein Lied, das alles verändern wird. Der Bote der Veränderung ist ein junger Mann namens Nicholas Bonner…
Peter S. Beagle, unter anderem auch Autor des Buches “Das letzte Einhorn”, hat hier einen wunderbaren Fantasy-Roman veröffentlicht. Die Vermischung der “realen” und der “fantastischen” Welt ist in kaum einem anderen Roman so gelungen wie hier. Ganz unmerklich, Stück für Stück, verändert sich die kleine Universitätsstadt voller skurriler Figuren, bis schließlich klar ist, dass hier nichts mehr mit rechten Dingen zugeht. Ein Buch für jeden, der sich für die Idee einer fantastischen Welt hinter den Kulissen unserer “realen” begeistern kann.

