David Eddings: Spiel der Magier
23. Jun 2008 von drwatson32
Dritter Band der Belgariad-Saga

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Nachdem die Gesellschaft vom Hof der Schlangenkönigin entkommen ist, reisen die Gefährten durch das Land Maragor. Dessen Bewohner wurden vor langer Zeit im Krieg ausgerottet, und der Gott Mara trauert seither dort um sein Volk. Als Zeichen seiner Trauer und seiner Rache an den Übeltätern bevölkern nun Gespenster das Land…. Nur unter dem Schutz des Zauberers Belgarath und seiner Tochter Polgara können sie das Land durchqueren. Im Laufe dieser Reise erfährt Garion einiges mehr über die Rollen, welche er in dem Spiel der beiden Prophezeihungen spielen soll, welche die Geschicke der Welt beherrschen.
Nicht, dass er nicht genug nachzudenken hätte. Seitdem er Arashak den Murgo, der seine Eltern umbrachte, mit Zauberkraft getötet hat, ist klar, dass auch er ein Zauberer ist. Und Polgara ist zwar nicht seine Tante, war aber die Schwester einer entfernten Vorfahrin vom ihm – schließlich ist sie bereits 3000 Jahre alt (mehr oder weniger, schließlich schickt es sich nicht, nach dem Alter einer Dame zu fragen!). Das allerdings scheint Ce’Nedra einige Probleme zu bereiten. Als kaiserliche Prinzessin ist sie schließlich gewohnt, im Rang über allen zu stehen. Aber Garion, den sie als Bauernjungen eingeschätzt hatte, scheint nun aus einem Blut zu stammen, das älter ist als jedes andere auf der Welt…
Auf der weiteren Reise begegnen ihnen noch viele Abenteuer: die Begegnung mit dem Gott Aldur, die Reise durch die unterirdischen Höhlen der Ulgo und schließlich die geheime Unternehmung in Rak Cthol, der Hauptstadt der Murgos. Ctuchik, Hohepriester Toraks und ebenfalls ein Zauberer, hat sich des Auges bemächtigt. Und Belgarath beschließt, seine alte Feindschaft mit ihm ein für allemal abzuschließen…
Auch der dritte Band der Saga um Belgarath und Garion bietet gewohnte Qualität und Fantasy-Lesespass. Einige neue Charaktere werden eingeführt, und man bekommt zum ersten Mal eine Ahnung, worauf das Ganze hinauslaufen wird…. Die Prinzessin Ce’Nedra, sicherlich eine der schillerndsten Gestalten des Buches, gewinnt hier erst mehr Darstellungstiefe. Und man erfährt einiges über das interessante Konzept der Zauberei, welches Eddings in seiner Buchreihe verwendet. Es handelt sich, wie er es ausdrückt um “den Willen und das Wort”, also etwas in der Art von Telekinese im weitesten Sinne. Ist der Zauberer in der Lage, sich einen Vorgang genau vorzustellen, und ist sein Wille stark genug, dann wird er auch genau so eintreten. Auch eine Art von “Energieerhaltung” ist im Spiel. Es kostet genausoviel Kraft, etwas mit dem Willen zu vollbringen wie mit der Hand – nur dass man mit dem Willen auch Kraft an sich ziehen kann. Und man muss mit ein paar überraschenden Nebenwirkungen rechnen – wie Garion nur zu bald zu spüren bekommt.
Auch hier wieder gilt: so farbig und lebendig wie bei Eddings kommen die Personen eines Fantasy-Romans selten auf’s Papier.


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