David Eddings: Turm der Hexer
4. Mai 2009 von drwatson32
Vierter Teil der Belgariad-Saga

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Der alte Zauberer Belgarath hat das Unglaubliche erreicht: nicht nur, dass er seine Gefährten durch Cthol Murgos geführt hat, das Land des Feindes. Nicht nur, dass der Stein wiedergefunden wurde, der “das Auge Aldurs” genannt wird und vermutlich der mächtigste Gegenstand der Welt ist. Im Zweikampf hat er den Magier Ctuchik getötet und dabei die ganze Stadt Rak Cthol von der Bergspitze gesprengt. Nun müssen die Gefährten aus Cthol Murgos fliehen – und Garion darf auf keinen Fall das Auge berühren, denn das würde den dunklen Gott Torak vorzeitig aus seinem Schlaf wecken. Während der Flucht stellt sich jedoch heraus, dass Belgarath auch nicht ungeschoren davongekommen ist. Wird er, der durch all die Jahrtausende die Murgos daran gehindert hat, die Länder des Westens zu überrennen, am Ende seine Zauberkraft verlieren? Doch nicht einmal aussprechen dürfen Garion und seine Gefährten diese Ängste – denn Zweifel an den eigenen Fähigkeiten würde das Schicksal des Zauberers besiegeln.
Endlich auf der Inselfestung Riva angekommen, erfährt Garion, welche Rolle die Prophezeihung ihm zugedacht hat… und welche Rolle Ce’Nedra dabei spielen soll. Garion beschließt, sich seinem dunklen Widersacher allein zu stellen.
Vor einiger Zeit hatte ich bereits begonnen, die Belgariad-Saga des Erfolgsautors David Eddings zu beschreiben. Hier nun mein Kommentar zum vierten (und vorletzten) Teil. Dieser ist in vielerlei Hinsicht der interessanteste. Erst hier erfährt nämlich der Leser, genau wie Garion, die Hauptperson selbst, die Hintergründe des bisherigen Geschehens und die Absicht, welche die Geschichte vorantreibt. Einige teils unerwartete, teils auch sich schon vorher abzeichnende Wendungen geben der Story neuen Schwung. Und war bisher die Erzählung strikt linear, teilt sich jetzt die Handlung in mehrere Stränge auf.
Eddings’ Fantasy-Klassiker ist keine “hohe Literatur”. Muss aber auch gar nicht sein – die Bücher machen einfach Spass beim Lesen. Zauberer mit übermenschlichen Fähigkeiten, aber nur allzu menschlichen Schwächen, anbetungswürdige, aber schrecklich zickige Prinzessinnen, blaublütige, betrügende Handelsherren, … das gesamte Inventar der Fantasy könnte aus diesem Roman stammen. Und dabei kein bisschen flach und abgekupfert, sondern immer originell. Die Bücher von Eddings gehören sozusagen zu meinen ständigen Begleitern – immer wenn ich sonst nichts zu lesen habe, kommen sie wieder einmal zu Ehren.


[...] Turm der Hexer [...]