Douglas Preston / Lincoln Child: Formula
2. Dez 2007 von drwatson32
Psycho-Thriller

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Wieder einmal ein Thriller um das New Yorker Museum of Natural History und Special Agent Pendergast:
Bei Bauarbeiten wird ein über hundert Jahre altes Kellergewölbe aufgedeckt, in dem sich Skelette finden. Offenbar hat damals ein Serienmörder sein Unwesen getrieben. Allen Opfern wurden Nervenstränge aus dem unteren Teil des Rückenmarks entnommen. Bei Nachforschungen stellen Nora Kelly, Wissenschaftlerin im Museum, und FBI Special Agent Pendergast fest, dass sich in dem alten Gebäude früher eine Kuriositätensammlung befand, deren Bestand nun im Museum aufbewahrt wird. Doch die Untersuchungen werden durch die Museumsleitung und den Chef der Baufirma behindert. Trotz aller Widerstände finden die beiden heraus, dass von hundert Jahren jemand an einem Medikament zur Verlängerung des Lebens gearbeitet hat – und als “Rohstoff” das Rückenmark lebender Menschen benutzte. Da geschehen weitere Morde – und den Opfern fehlt ein Teil des Rückenmarks … Ist der irre Wissenschaftler von damals etwa noch am Leben? Doch um diesen Fall zu lösen, muss sich Pendergast mit seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen.
In diesem Thriller begegnen wir einer Anzahl von bekannten Figuren wieder: Neben Pendergast tritt auch der karrieregeile Journalist Smithback wieder auf (schon aus “Relic” bekannt). Das Museum und sein Inventar bildet die Kulisse. Man merkt aber, dass sich die Idee langsam verbraucht hat. Wo “Relic” nervernzermürbend war, ist “Formula” routiniert, wo “Attic” (die Fortsetzung von “Relic”) schaurig war, ist “Formula” unglaubwürdig. Und wo die anderen Romane fantasievolle Ideen hatten, gleitet Formula ins mystische ab – und das hat meiner Ansicht nach nichts in einem Thriller verloren. Wer etwas für teilweise auch blutige Psycho-Krimis übrig hat, wird aber trotzdem auf seine Kosten kommen.


