Steve Berry: Alpha Et Omega
18. Mrz 2009 von drwatson32
Thriller um das Vermächtnis der Tempelritter

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Cotton Malone, Ex-Agent des amerikanischen Geheimdienstes, hat seinen Job an den Nagel gehängt und lebt nun als Antiquitätenhändler in Kopenhagen. Mit seiner ehemaligen Chefin Stefanie Nelle verbindet ihn eine vorsichtige Freundschaft. Und so scheint nichts besonders dabei zu sein, als er sich mit ihr in einem Kopenhagener Café treffen will. Doch Stefanies Handtasche wird geraubt, und als Malone den Dieb verfolgt, flüchtet der sich in den Tod… und Stefanie will partout nicht damit herausrücken, was an der Handtasche so wichtig ist. Cotton beschließt sich ein wenig umzusehen – und stößt bei einer Bücher-Auktion auf eine undurchsichtige Bande, die sich für ein altes Büchlein über mittelalterliche Grabsteine aus dem Languedoc interessiert und dafür auch vor einem Überfall in aller Öffentlichkeit nicht zurückschreckt. Anscheinend sind die Überreste des alten Ordens der Tempelritter dabei, das sogenannte “große Vermächtnis” zu suchen, in welchem ihr im Mittelalter gewaltiger Einfluß begründet lag. Aber um was handelt es sich dabei? Und wer ist die mysteriöse Person, die Malone bei dem Überfall aus der Patsche hilft, sich aber unerkannt zurückzieht? Was hat Malones Mäzen Thorvaldsen mit der Angelegenheit zu schaffen?
Spätestens seit den Romanen von Dan Brown haben Thriller mit religionsgeschichtlichem Hintergrund einen festen Platz in den Bestsellerlisten. Thematisch ist “Alpha et Omega” ähnlich aufgestellt wie auch “Der daVinci-Code”. Es geht um ein Geheimnis aus dem Mittelalter mit kirchengeschichtlicher Bedeutung, eine alte Sekte, welche dieses Geheimnis aufzuspüren versucht, und eine Gruppe von Personen, die mehr oder minder ungewollt in diese Suche einbezogen werden. Die Qualitäten eines “Illuminati” erreicht Berrys Roman nicht ganz. Aber verglichen mit anderen Exemplaren des Genre sind seine Figuren recht dreidimensional gezeichnet, die Action-Sequenzen nicht völlig unglaubwürdig, und auf die die Darstellung mystischer Erfahrungen wird auch verzichtet.
Etwas beeinträchtigt hat den Lesegenuss, dass man teilweise recht lange hingehalten wird, bis die Handelnden sich entschließen, mit Informationen herauszurücken. Dieser dramaturgische Kniff wird mir etwas zu oft angewandt, um eine noch bessere Bewertung zu vergeben.
Insgesamt aber ein spannender Thriller.


