Buchtipp: Barry Hughart: Die Insel der Mandarine
31. Mai 2007 von drwatson32
Barry Hughart entführt den Leser in eine fantastische Welt im alten China – das in dieser Form nie existiert hat, aber den Leser sofort in seinen Bann zieht.
Der Erzähler, ein Bauernjunge namens “Nummer Zehn der Ochse”, beschreibt seine Abenteuer als “Mädchen für alles” für den alten Meister Li. Und die haben es in sich…. zum Auftakt sucht ein Ungeheuer am hellen Tag die Hinrichtungsstätte und Jahrmarkt des alten Peking heim, und das ist nur der Ausgangspunkt für die Entdeckung einer Teefälscherbande (ein Kapitalverbrechen!) aus höchsten Kreisen. Die ist aber selbst nur eine Schachfigur in einem Spiel zweier mystischer Parteien, in deren Auseinandersetzung die beiden Helden eine ganz besondere Rolle spielen sollen. Fabelwesen und die wunderschöne Yu Lan, Schamanin und Tochter des Puppenspielers Yen Shih sorgen für weitere Verwicklungen – doch welchen Platz hat Yen Shih selbst in dieser Geschichte?
Das Ganze ist so farbig und amüsant geschrieben, dass man sofort “anbeißt”. Wer Spaß an exotischen Schauplätzen und vielleicht einen Faible für Fantasy mit asiatischem Hintergrund hat, wird dieses Buch zu schätzen wissen.
“Die Insel der Mandarine” ist der dritte Roman der “Meister Li”-Reihe (nach “Die Brücke der Vögel” und “Der Stein des Himmels” vom gleichen Autor). Man kann ihn trotzdem mit Genuss auch ohne Vorkenntnis der anderen beiden Bände lesen.


