Minck&Minck: abgemurkst
17. Mai 2009 von drwatson32
Bochumer Krimi mit hohem Schmunzelfaktor

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Nach dem Desaster in der “Pietät Sommer” (siehe “totgepflegt” ist Maggie Abendroth nicht nur arbeits- sondern auch wohnungslos. Die Reparatur des Wasserschadens in ihrem schnuckeligen 22m2-Appartement scheint kein Ende zu nehmen… zum Glück haben ihre Freunde Kajo Kostnitz und der Kommissar Winnie Blaschke sie untergebracht. Da kann sie auch nicht ablehnen, Winnies Oma Bertie auf eine Kur nach Bad Camstatt zu begleiten. Doch anstatt der erhofften Ablenkung von den grauenhaften Ereignissen der Vergangenheit wird sie bald in den nächsten Fall verwickelt: bei der Schnitzeljagd, die eigentlich den krönenden Abschluss der Kurwoche werden sollte, wird statt des erhofften Preises eine abgehackte Hand entdeckt – nur der dazu passende Körper ist nicht auffindbar. Oma Blaschke wirft ihre ganze kriminalistische Erfahrung ins Feld…
Zurück in Bochum wird das Leben nicht einfacher: Maggies beste Freundin Wilma fährt zu einem Fototermin nach Rom – eingeladen von IHM (dem Knipser, Maggies Ex). Maggie wittert Verrat… Das Jobangebot aus Köln löst sich in Luft auf, als der Auftraggeber unter mysteriösen Umständen verstirbt… und Winnie, ihr bester Freund, hat sich verliebt – in einen russischen Tänzer…
Als eine von Oma Berties Kurfreundinnen die beiden zu einer Freundenfeier anlässlich des Unfalltodes ihre ungeliebten Gatten einlädt, ahnt Maggie noch nicht, dass die Mordserie längst begonnen hat…
Drehbuchautorinnen am Rande des Nervenzusammenbruchs – so oder ähnlich könnte der Untertitel dieses höchst amüsanten Krimis aus der Feder von Lotte und Edda Minck lauten (die bürgerlich gar nicht Minck heißen und auch keine Schwestern sind). Die Mega-Zicke Maggie, die sich immer selbst im Weg steht… der schwule und blenden aussehende Kommissar Blaschke… seine Oma und Kiosk-Besitzerin Bertie mit der Schnodderschnauze… Hermanns und Borowski, ihre besten Kunden… alles wunderbar schräge Vögel. Doch das wahre Grauen… das sind nicht die abgehackten Hände oder die ungeklärten Morde – das sind die Kurgäste nebst Kurärzten!
Spannender Krimi (der nicht immer bis ins letzte logisch sein muss), aber vor allem immer für einen Lacher gut. Ich zitiere den Klappentext: “Lieber einen Freund verlieren, als einen Gag verschenken!”


