Stephen King: Dead Zone – Das Attentat
22. Aug 2009 von drwatson32
Mystery-Thriller

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Schon als kleiner Junge ist Johnny Smith einmal in die “tote Zone” geraten – als er sich bei einem Unfall am Kopf verletzte, hatte er plötzlich Visionen eines schrecklichen Ereignisses in der Zukunft. Aber niemand hat das so richtig verstanden, und obwohl diese Vision sich bewahrheiten sollte, ist das Ganze schnell in Vergessenheit geraten. Als Erwachsener soll ihn die “tote Zone” jedoch wieder einholen…
Johnny besucht als junger Mann mit seiner Freundin Sarah einen Jahrmarkt und hat geradezu unheimlichen Erfolg am Glückrad. Es ist, als könnte er in die Zukunft sehen… aber wenn das wirklich so wäre, dann hätte er ganz bestimmt nicht das Taxi nach Hause bestiegen. Denn dieses Taxi hat einen schweren Unfall, und Johnny verbringt die nächsten Jahre als Koma-Patient. Als er schließlich erwacht, ist Sarah längst mit einem anderen verheiratet, seine Familie beinahe zerbrochen und er selbst praktisch ein Krüppel. Außerdem quälen ihn merkwürdige Visionen über eine furchtbare Zukunft – eine Zukunft, ausgelöst durch das Wirken eines bestimmten Politikers.
Der Altmeister Stephen King hat dieses Buch bereits 1979 als seinen sechsten Roman veröffentlicht. Im Gegensatz zu anderen wie z.B. “The Shining” oder “Es” handelt es sich nicht um einen Horror-Roman, sondern ist eher dem Mystery-Genre zuzurechnen – merkwürdige, nicht mit normalem Wirken zu erklärende Ereignisse bestimmen das Handeln der Personen. Die Ursache für Johnnies Visionen bleibt letztlich unklar – es könnte sich um einen “Auftrag Gottes” handeln oder schlicht um die Auswirkungen einer massiven Kopfverletzung. Das weiß Johnny nicht einmal selbst. Die zentrale Frage, der er sich aber stellen muss: Wenn er die Erkenntnis gewonnen hat, dass ein Mensch die Welt zerstören wird – muss er handeln, auch wenn er seine Erkenntnis nie beweisen kann? Und wie soll er handeln? Die Auflösung ist recht überraschend und soll hier nicht verraten werden.
Stilistisch sind Kings Figuren – wie eigentlich immer – treffsicher gezeichnet und sehr überzeugend dargestellt. Die Story erreicht allerdings nicht ganz die Spannung und “Suspense”, wie sie in Kings besten Romanen wie z.B. “Es” vorhanden sind. Trotzdem einen lohnende Lektüre.


