Buchtipp: Leonie Swann: Glennkill
30. Sep 2007 von drwatson32
Ein Schafskrimi

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Miss Maple (kein Tippfehler!) ist das klügste Schaf in Glennkill – vielleicht sogar das klügste Schaf der Welt. Aber was hier geschehen ist, wird ihre Fähigkeiten auf das Äußerste fordern. Der Schäfer George Glenn liegt eines Morgens tot auf der Weide, einen Spaten in der Brust steckend. George war ein guter Schäfer, der seinen Schafen ab und an sogar einen Krimi vorgelesen hat. Und so beschließt seine Herde, den Tod aufzuklären. Dass es hier nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, kann man schon von weitem riechen, mindestens aber an dem verdächtigen Verhalten der Dorfbewohner erkennen. Nun ist es für Schafe mit ihrer völlig anderen Sicht der Welt nicht immer ganz einfach, das Verhalten der Menschen logisch zu erklären. Und so müssen Miss Maple, Othello, der schwarze Widder, und Mopple the Whale, das “Merkschaf” (denn er vergisst nichts, was er sich einmal gemerkt hat) und alle anderen Schafe alles geben, um die merkwürdigen Vorgänge von Glennkill aufzuklären. Ach ja – wie Miss Maple zu ihrem Namen kam, erfahren wir natürlich auch irgendwann.
“Glennkill” ist ein wunderbares Buch. Ein spannender Krimi natürlich, aber das sagt viel zu wenig. Die Idee ist höchst ungewöhnlich. Nun hat man schon den einen oder anderen Krimi gelesen, in dem die Tiere eine ganz andere Sicht der Menschenwelt präsentieren (man denke nur an “Felidae”, der den großen Run auf Katzen-Romane auslöste). Aber hier ist die Lage doch ein wenig anders. Die Erzählweise hat eine gewisse Leichtigkeit und einen Wortwitz, der mich das Buch in einem Stück hat durchlesen lassen. Die Situationskomik kommt auch nicht gerade zu kurz – wunderbar z.B. das Kapitel, in dem Othello die Dorfkirche erkundet… davon wird sich der Pfarrer so schnell nicht erholen
.
Unbedingt lesen!


Glennkill hat jetzt auch eine Fanseite: http://www.glennkill.com